Bürgerfragestunde mit Rainer Wengorsch in Bellersheim
Bürgerfragestunde mit Rainer Wengorsch in Bellersheim: „Keine Trennung von Bürgerbüro und Ordnungsamt“
Anlässlich der Bürgerfragestunde für in Bellersheim am vergangenen Mittwoch in der Gaststätte „Zur Angermühle“ hat sich der unabhängige Bürgermeisterkandidat, Rainer Wengorsch, gegen die Trennung von Bürgerbüros und Ordnungsamtes ausgesprochen. „Vor dem Hintergrund der sich oft überschneidenden Aufgabenfelder erscheint mir die geplante Änderung der Rathausorganisation mehr als zweifelhaft. Die Bürgerinnen und Bürger sollen bei ihren Anliegen einen Ansprechpartner an einer zentralen Stelle haben. Hier gilt es die Bürgermeinung sowie die Meinung der Mitarbeiter in der Verwaltung in den Prozess einfließen zu lassen. Sollte hierbei kein Konsens gefunden werden, wird es mit mir diese Umstrukturierung nicht geben“, so Wengorsch.
Ein weiteres Gesprächsthema der mit gut 40 Gästen besuchten Bürgerfragestunde war die künftige Nutzung des Gebäudes der ehemaligen Grundschule in Bellersheim. Wengorsch zeigte sich hierbei zuversichtlich eine zufriedenstellenden Lösung für alle Betroffenen finden zu können. Zum weiteren Vorgehen schlug er die Einrichtung eines Runden Tisches mit Vertretern von Landkreis, Stadt und den ortsansässigen Vereinen vor.
Die finanzielle Lage der Stadt wurde ebenfalls in der engagierten Diskussion angesprochen. So war der Wunsch nach einer soliden Haushaltspolitik vielen Beteiligten ein wichtiges Anliegen. Wengorsch stellte klar, dass es deutlich stärkere Anstrengungen zur Reduzierung der jährlichen Neuverschuldung geben müsse. Hierzu sei ein Mix aus verschiedenen Elementen wichtig: „Durch eine aktive Politik sollen höhere Einnahmen aus der Gewerbesteuer erzielt werden. In der Vergangenheit war mehrfach zu beobachten, dass Betriebe unsere Stadt verlassen haben. Gewebeförderung werde ich zur Chefsache machen“, so Wengorsch. Bezogen auf die Ausgabenseite stellte er fest: „In Zukunft muss stärker abgewogen werden, ob alle Maßnahmen, für die es Fördergelder gibt, auch in Anspruch genommen werden sollen. Denn häufig muss bereits der Eigenanteil über Schulden finanziert werden.“
Auf Nachfrage nahm Wengorsch Stellung zu den Ortsbeiräten. Die Abschaffung dieser Stadtteilgremien sei für ihn kein Thema. Es sei wichtig, Informationen, Hinweise und Rückmeldungen von den Ortsteilen zu erhalten, um auch zukünftig zeitnah und bürgerfreundlich handeln zu können. Die Ortsbeiräte haben beratende Funktion, es gelte in erster Linie Informationen und Meinungen über örtliche Bedürfnisse oder geplante Maßnahmen zu erhalten um dann auch auf dieser Grundlage entscheiden zu können und Rückmeldung zu geben.
Abschließend dankte der Bürgermeisterkandidat den Gästen für die regen und engagierten Gespräche. „Ähnlich wie bei anderen Bürgerfragestunden war deutlich zu spüren, dass die Bürgerinnen und Bürger verlangen, dass bestehende Probleme gelöst werden. Die heute gemachten Denk- und Lösungsanstöße helfen unmittelbar das Ziel ‘gestalten statt verwalten‘ in Hungen umzusetzen“, so Wengorsch.

